Wahnsinn

Deutschland Sommer 2018


Das Bild sagt alles.
Berlin.
Deutsche Nationalmannschaft, gesponsert von Samsung, zu dem Zeitpunkt bei der WM schon ausgeschieden, einer der abgebildeten Spieler war gar nicht im Aufgebot.
Berliner Schloss, Stahlbetonbau mit einer Neo-Neobarock Fassade, aber nur da wo es passt. Da, wo die Ursprungsfassade nicht gefiel, wird einfach irgendwas anderes gebaut, irgendwas monumentales. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Kompatibilitätsprobleme

voyager-records-631-jpg__800x600_q85_crop

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem Fotolabor gibt es eine Ausbelichtungsmaschine, die über einen Windows 95 Rechner gesteuert wird, der Rechner ist vom Restnetzwerk abgekoppelt und es gibt keinerlei Updates.

Das muss man sich vorstellen: man schafft sich eine Maschine für einen nicht unerheblichen Betrag an, bei der keine Updates möglich sind und man muss diese Rechnerkrücke am Leben erhalten um sein Gerät weiter nutzen zu können.

Mir ist das im Kleinen mit einem Scanner passiert. Da es eine Semiprofigerät ist, möchte ich es ungern abstossen. Ich scanne aber auch nicht so wahnsinnig viel, weswegen es sich nicht lohnt eine Scansoftware zu kaufen. Also muss ich mein altes XP Laptop wieder hochfahren, wenn ich etwas zu scannen habe.

Keine Ahnung, wie das weitergeht. Neuer Rechner, neue Software, neue Geräte, neu Alles? Um die alten Schätzchen weiter zu nutzen, schleppt man die alten Rechner wie Karteileichen immer mit?

Dann sehe ich in einem Spielfilm eine russische Raumfahrtkommandozentrale in Kasachstan. Die haben noch Knöpfe und Regler, Schieber und zwölf Zoll Monitore mit grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund und konnten damit eine Rakete zur ISS schicken. Viel schlimmer ist aber, dass es in Atomkraftwerken und auf militärischen Stützpunkten genauso Siebziger Jahre mässig aussieht. Und da fängt das Grauen dann wirklich an.

Wo das alles hinführt? Keine Ahnung. Es erinnert mich nur wieder daran, dass ich mir unbedingt noch eine Schreibmaschine und eine Mayline besorgen muss, bevor es den grossen digitalen Big Bang gibt.

Endlich…

Kommentar zum Artikel auf Zeit.de Macht Geld faul?

…Jemand, der das Thema bedingungsloses Grundeinkommen in die Hand nimmt und nicht in die eine oder andere Richtung polemisiert.
Die Meissten, die dagegen sind, haben doch in Wirklichkeit Angst vor sich selbst, weil sie glauben, sie würden nicht mehr arbeiten, wüssten nichts mit der Zeit anzufangen, verlören jegliche Struktur etc.
Die grössten Gegner dieser Idee sind daher meiner Meinung nach die Arbeits-, Bafög- und Sozialämter, überhaupt alle staatlichen Stellen, wo Anträge für irgendein Geld gestellt werden müssen. Der gesamte Mitarbeiterstab sitzt dann nämlich auf der Strasse.

Mir ist jetzt aber noch ein ganz anderer Aspekt eingefallen: am Ende der Entwicklung – alle Menschen bekommen ein Grundeinkommen der Summe x – steht, dass das Leben auch um die Summe x teurer geworden ist und damit alles wieder von vorne anfängt. Immer mehr „notwendige“ Konsumgüter werden geschaffen, die immer teurer werden. Nachdem Boden schon lange nicht mehr Allgemeingut ist, wird Wasser schleichend privatisiert und irgendwann ist vielleicht Luft dran.
1000 Euro hört sich schon heute nicht mehr viel an. Davon kann man in vielen Fällen gerade mal die Miete zahlen. Als Familie multipliziert sich das dann zwar, aber auch auf der Ausgabenseite.
Auf der anderen Seite ist es auch eine Chance Dinge zu machen, die man sonst vielleicht nicht machen kann.

Das Thema ist insgesamt sehr komplex. Angenommen Teilzeitarbeit wäre überhaupt möglich – in vielen Branchen können sich die Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten überhaupt nicht vorstellen -, wieso ist die dann so schlecht bezahlt, dass man quasi auf so etwas wie das Grundeinkommen angewiesen wäre.

Oder, Diejenigen, die einfach nichts tun wollen und mit dem Grundeinkommen über die Runden kommen können. Die werden ja heutzutage schon in so sinnlose beschäftigungstherapeutische Massnahmen gesteckt.

The Interview – Perfektes Marketing

Kommentar zum Artikel Cyberkrieg mit Popcorn aus DIE ZEIT Nº 53/2014, 23. Dezember 2014

Sorry, auch auf die Gefahr hin, dass ich falsch liege, aber besser kann man einen Film doch gar nicht vermarkten.
Erst Hackerangriffe, die Interna ans Licht bringen, dann Drohungen, sollte der Film „The Interview“ gezeigt werden, schlimme Aktionen stattfänden, zuletzt die Absage einer Ausstrahlung aus Angst – und alle spielen mit: CIA, Obama etc. – und schliesslich soll er doch gezeigt werden. Eine bessere Vermarktung kann es doch kaum geben. Das Spektakel ist perfekt inszeniert. Vielleicht ist dieser Film auch nur ein Film im Film. Keine Ahnung. Wer weiss, was da noch stimmt?

Endlich

Kommentar zum Artikel auf SpiegelOnline Kommentar zum Wärmedämmungsbeschluss: Asozialer Wohnungsbau und Zeit.de Regierung setzt auf Wärmedämmung

Der Klimaschutz in Ehren.
Die grundlegende Frage ist tatsächlich, wem nützt welche Massnahme am meisten, den Herstellern, den Mietern oder der Umwelt? Dadurch, dass die Industrie offenbar bedenkliche (vermutlich kostengünstigere) Substanzen verbauen darf, gehe ich davon aus, dass der wesentlich höhere Gewinn auf Seiten der Hersteller ist.
Der Pakt zwischen Lobbyisten und Regierungen wird offenbar: die Wirtschaft in den Bereichen wird angekurbelt, Arbeitsplätze geschaffen – wenn auch teilweise die Produktionen nicht mehr in Deutschland und die Baukolonnen aus Osteuropa sind. Immer wird mit Energie, Wirtschaft und Arbeitsplätzen argumentiert. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Jeder kennt die Geschichte von der Energiesparlampe. Spart zwar Strom, aber…Entsorgung? Sondermüll! Farbspektrum? Gesundheitsgefährdend!

Wo ist da die Gesamtbilanz? Die fehlt genauso bei Energiesparmassnahmen im Hausbau. Was ist der Aufwand eines Produkts in der Herstellung (Energie, Transport, Einbau etc.), welche Lebensdauer hat es und wie wird man es wieder los. Interessiert keinen. Immer schnellschnell etwas beschliessen.

Erstmal 30 cm Dämmung drauf. Oh, die Fenster sind auch nicht mehr so gut drauf. Egal. Werden sie halt auch ausgetauscht. Wer will schon mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung zu tun haben, aber die benötigt man dann auch. Ach, kann man in das Gebäude gar nicht mehr einbauen, weil es keine entsprechenden Schächte gibt. Pech gehabt. Gibt’s halt Schimmel.

Dafür gibt es unabhängige Energieberater oder Bauphysiker, die leider meistens aus Kostengründen übergangen werden. Die können die energetische Ausgangsposition eines Gebäudes, die möglichen Massnahmen und die Ziele beurteilen. Nur werden die niemandem garantieren, welche Massnahme, wieviel Energie, sprich Geld, spart.

A most wanted man

An anderer Stelle habe ich mich bereits über das Synchronisieren von Spielfilmen ausgelassen. Aber bei „A most wanted man“ weiss man nicht mehr, wer einem eigentlich mehr leid tun soll. Die amerikanischen (Haupt-) Darsteller oder die europäischen (Neben-) Darsteller, die englischsprechende Deutsche, Deutschtürken oder Deutscharaber spielen. Mir fällt es total schwer den Film zu beurteilen vor diesem Hintergrund. Allerdings gibt es dafür sicher kompetentere Leute. Es hat auch irgendwie etwas skurriles, alle sprechen Englischem Hamburg. Und spätestens beidem Gespräch zwischen Deutschen und Amerikanern hat es dann auch nicht mehr gepasst. Ich bin ja bekanntlich gegen Synchronisation, aber so etwas ist eigentlich noch perverser. Jetzt spiele ich sogar mit dem Gedanken, mir die deutsche Version von dem Film anzugucken. Wie das dann wohl aussieht, wenn die Deutschen sich selbst synchronisieren?

Hoher Markt – wieder so ein planerischer Wahnsinn

hohermarkt
Das grenzt schon echt an Böswilligkeit. Da werden 4 PKW Stellplätze zu Gunsten einer riesigen, überdimensionierten Fahrradleihstation geopfert, während auf der anderen Strassenseite eine grosse unbenutzte, asphaltierte Fläche frei bleibt. Das muss man nicht unbedingt verstehen. Ich finde es jedenfalls nicht wirklich nachvollziehbar.
Das an die Adresse der vermeintlichen Grünen: Bäume wären auch eine Lösung gewesen. Die sind nämlich in der Innenstadt Mangelware.