Vorsicht vor IM Josep

Ich bin mit großer Sicherheit kein FC Bayern Fan. Das ist mir zum Glück nicht in die Wiege gelegt worden. Allerdings hat mich schon verwundert, wie „schlecht“ die Mannschaft nach der frühzeitigen Meisterschaft wurde. Mittlerweile ist mir ein Licht aufgegangen, auch wenn ich kein Experte bin: die Zeit des Barcelona Tikitaka Spielsystems, was lange Zeit als State of the Art galt (teilweise noch immer für zeitgemäß gehalten wird), ist schlicht und einfach vorüber. Es hat sich selbst nicht weiterentwickelt, stattdessen sind andere wesentlich dynamischere und erfolgreichere Gegenmodelle aufgekommen. Dieses „ich liebe es mit dem Ball zu spielen“ mit der Konsequenz  zu totalem Ballbesitz ist zu einem reinen Selbstzweck verkommen.

Als letztes Jahr, zu einem Zeitpunkt als sich der Tikitaka Stern schon im Sinkflug befand, bekannt wurde, dass ein gewisser Josep G. Trainer von FC Bayern werden sollte, dachte ich zuerst: Wunderbar, der nächste Toptrainer, den die Bayern zerstören werden. Ist auch eine Möglichkeit, indem man die Trainer diskreditiert, die Konkurrenz nachhaltig zu zerstören. Das kann auch immernoch passieren, wenn das eintritt, was zu befürchten ist. Keinen Championsleaguetitel, keine Meisterschaft etc. Dazu eher einige Blamagen à la Real Madrid mehr. Manchmal braucht man halt die Brechstange um ein Spiel zu drehen und zu gewinnen, da kommt man mit handballeskem Ballkreisen nicht weiter.

Nachdem Josep G. offensichtlich sein Spielsystem nicht weiterentwickeln, sondern lieber andere, neue Spieler kaufen will und teilweise das Personal, das im Vorjahr das Triple geholt hat – darunter auch viele Nationalspieler – zu Ersatzspielern degradiert, ohne Stürmer spielt und Abwehrspieler zu Mittelfeldspielern umfunktioniert, kurz gesagt alles durcheinander wirbelt, und das teilweise als Blaupause für die Nationalmannschaft genommen wird, ist mir ein ganz anderer Gedanke gekommen.

Josep ist ein spanischer Fussballspion. Er hat den Auftrag den deutschen Fußball in Form von Bayern München zu unterminieren und dauerhaft zu zerstören. Man sollte genau aufpassen, welche Schritte er plant, welche Spieler jetzt oder nächstes Jahr frustriert einen anderen Verein suchen werden, weil sie vielleicht als Weltmeister, und nicht nur 10 Minuten spielen wollen. Denn das ist mir auch klar geworden: Spieler wie z.B. Thomas Müller passen nicht in die Josepsche Zwangsjacke, deswegen spielen sie kaum.

Das einzig Gute daran ist, dass andere Mannschaften wieder die Chance auf einen Titel haben werden. Das ist gut für die Bundesliga, aber für das Selbstverständnis der Bayern zu wenig.

 

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