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Deutschland Sommer 2018


Das Bild sagt alles.
Berlin.
Deutsche Nationalmannschaft, gesponsert von Samsung, zu dem Zeitpunkt bei der WM schon ausgeschieden, einer der abgebildeten Spieler war gar nicht im Aufgebot.
Berliner Schloss, Stahlbetonbau mit einer Neo-Neobarock Fassade, aber nur da wo es passt. Da, wo die Ursprungsfassade nicht gefiel, wird einfach irgendwas anderes gebaut, irgendwas monumentales. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Kompatibilitätsprobleme

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In einem Fotolabor gibt es eine Ausbelichtungsmaschine, die über einen Windows 95 Rechner gesteuert wird, der Rechner ist vom Restnetzwerk abgekoppelt und es gibt keinerlei Updates.

Das muss man sich vorstellen: man schafft sich eine Maschine für einen nicht unerheblichen Betrag an, bei der keine Updates möglich sind und man muss diese Rechnerkrücke am Leben erhalten um sein Gerät weiter nutzen zu können.

Mir ist das im Kleinen mit einem Scanner passiert. Da es eine Semiprofigerät ist, möchte ich es ungern abstossen. Ich scanne aber auch nicht so wahnsinnig viel, weswegen es sich nicht lohnt eine Scansoftware zu kaufen. Also muss ich mein altes XP Laptop wieder hochfahren, wenn ich etwas zu scannen habe.

Keine Ahnung, wie das weitergeht. Neuer Rechner, neue Software, neue Geräte, neu Alles? Um die alten Schätzchen weiter zu nutzen, schleppt man die alten Rechner wie Karteileichen immer mit?

Dann sehe ich in einem Spielfilm eine russische Raumfahrtkommandozentrale in Kasachstan. Die haben noch Knöpfe und Regler, Schieber und zwölf Zoll Monitore mit grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund und konnten damit eine Rakete zur ISS schicken. Viel schlimmer ist aber, dass es in Atomkraftwerken und auf militärischen Stützpunkten genauso Siebziger Jahre mässig aussieht. Und da fängt das Grauen dann wirklich an.

Wo das alles hinführt? Keine Ahnung. Es erinnert mich nur wieder daran, dass ich mir unbedingt noch eine Schreibmaschine und eine Mayline besorgen muss, bevor es den grossen digitalen Big Bang gibt.

Rad frei in der Wiener Innenstadt

Ich muss jeden Tag mit dem Rad vom Schwedenplatz entweder zur Albertina oder zur Hofburg und wieder zurück. Das Hin ist ein Riesenproblem, weil der kürzeste Weg, gegen Einbahnstrassen fahren und Queren von Fussgängerzonen bedeutet und das die Bullen nicht erfreut. Auch wenn es in den meisten Fällen nur Diskussionen gibt: für mich ist es vollkommen unverständlich, dass man zumindest in der Anlieferzeit dort nicht fahren darf. Mittlerweile fahre ich Alternativrouten, was einen grossen Umweg bedeutet. Der Ring kommt überhaupt nicht in Frage, kostet zuviel Zeit und Kraft.
Einbahnen generell freigeben würde auch helfen. Bei zu schmalen Gassen könnten einfach mal die PKW-Stellplätze einseitig dran glauben, aber nicht um wie auf dem Hohen Markt eine Fahrradmietstation aufzustellen.
Insgesamt ist zu wünschen, dass sich ein durchdachtes Gesamtsystem entwickelt und auch berücksichtigt wird, dass Fahrräder mit Muskelkraft betrieben werden und es daher nicht erstrebenswert ist lauter Umwege zu fahren.

Endlich…

Kommentar zum Artikel auf Zeit.de Macht Geld faul?

…Jemand, der das Thema bedingungsloses Grundeinkommen in die Hand nimmt und nicht in die eine oder andere Richtung polemisiert.
Die Meissten, die dagegen sind, haben doch in Wirklichkeit Angst vor sich selbst, weil sie glauben, sie würden nicht mehr arbeiten, wüssten nichts mit der Zeit anzufangen, verlören jegliche Struktur etc.
Die grössten Gegner dieser Idee sind daher meiner Meinung nach die Arbeits-, Bafög- und Sozialämter, überhaupt alle staatlichen Stellen, wo Anträge für irgendein Geld gestellt werden müssen. Der gesamte Mitarbeiterstab sitzt dann nämlich auf der Strasse.

Mir ist jetzt aber noch ein ganz anderer Aspekt eingefallen: am Ende der Entwicklung – alle Menschen bekommen ein Grundeinkommen der Summe x – steht, dass das Leben auch um die Summe x teurer geworden ist und damit alles wieder von vorne anfängt. Immer mehr „notwendige“ Konsumgüter werden geschaffen, die immer teurer werden. Nachdem Boden schon lange nicht mehr Allgemeingut ist, wird Wasser schleichend privatisiert und irgendwann ist vielleicht Luft dran.
1000 Euro hört sich schon heute nicht mehr viel an. Davon kann man in vielen Fällen gerade mal die Miete zahlen. Als Familie multipliziert sich das dann zwar, aber auch auf der Ausgabenseite.
Auf der anderen Seite ist es auch eine Chance Dinge zu machen, die man sonst vielleicht nicht machen kann.

Das Thema ist insgesamt sehr komplex. Angenommen Teilzeitarbeit wäre überhaupt möglich – in vielen Branchen können sich die Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten überhaupt nicht vorstellen -, wieso ist die dann so schlecht bezahlt, dass man quasi auf so etwas wie das Grundeinkommen angewiesen wäre.

Oder, Diejenigen, die einfach nichts tun wollen und mit dem Grundeinkommen über die Runden kommen können. Die werden ja heutzutage schon in so sinnlose beschäftigungstherapeutische Massnahmen gesteckt.

Download für den Bauplan einer camera obscura

coDie camera obscura ist ein dunkler Raum mit einem Loch in einer Wand, wo ein beleuchtetes Objekt auf der Rückwand seitenverkehrt und kopfstehend abgebildet wird. Dieses Prinzip wurde bereits von Aristoteles im 4. Jh. v. Chr. beschrieben und wurde ab dem Mittelalter mit Linsen weiterentwickelt bis es lange vor der Fotografie von in einer Art Zeichentisch in der Malerei als Skizzierinstrument verwendet wurde

 

Mit dem o.g. Prinzip lässt sich mit einfachen Mitteln eine Kamera selbst bauen, mit der man mit etwas Übung* ganz schöne Bilder machen kann.

Hier gibt es einen Bauplan aus PDF/DWG/DXF mit 1:1 Zeichnungen der Bauteile und Illustrationen für € 4.99.

oder bei Etsy

Das Resultat sieht in Etwa so aus:

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