SPI – Sülzkotlett in Aspik (Situationistische Experimente)

Als im Jahr 2003 der „Rundgang“ anstand – die Jahresausstellung der Düsseldorfer Kunstakademie – dachteich mir, eine gute Gelegenheit die zwei Jahre alte Fleischkunstpostkarte, die in einer Serie von nur vier Stück aufgelegt wurde, in einer etwas grösseren Edition (20 Stück) an den Mann zu bringen.
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Also ging ich am Freitagabend – Samstags ist immer das meisste Publikum da, ein typisches Sehen und Gesehen werden – in die Akademie und hing die Serie im ganzen Haus, auf den Gängen, in den Treppenhäusern, in den Klassen und auch auf den Klos auf. Einfach mal sehen, was passiert, dachte ich.
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Am nächsten Tag wollte ich mir einen Überblick verschaffen und musste feststellen, dass alle Objekte weg waren. Also entweder waren die Leute so heiss darauf, dass sie sich sofort eins sicherten oder die geheime Kunstpolizei „räumte“ auf. Ich glaube, das Letztere ist das Wahrscheinlichere. Da hat jemand den Braten gerochen und verstand keinen Spass. Deswegen sah ich auch erstmal vom Schwarzfahrerprinzip ab und teilte dem damaligen Rektor meine Entscheidung mit.
Zugestellt im Januar 2006

Mich wundert nur, wie es ein Brite namens Banksy laufend schafft falsche Bilder in Museen zu schmuggeln.

Fazit: die Aktion hat mir Riesenspass gemacht, auch wenn sie vielleicht in der Mülltonne der Akademie endete.

1 Response

  1. ist schon interessant wie der „kunstbetrieb“ funktioniert. entweder man bückt sich frühzeitig um dabei sein zu dürfen, dann wird man langsam integriert. oder man muss draussen bleiben. wer stellt eigentlcih fest was kunst ist? der künstler, der professor, der kritiker, der galerist oder der käufer? ist schon interessant wie hypes entstehen und dadurch preise, die voll im fantasie bereich liegen. ist wahrscheinlich auch sone blase, die irgendwann mal platzt.

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