Endlich…

Kommentar zum Artikel auf Zeit.de Macht Geld faul?

…Jemand, der das Thema bedingungsloses Grundeinkommen in die Hand nimmt und nicht in die eine oder andere Richtung polemisiert.
Die Meissten, die dagegen sind, haben doch in Wirklichkeit Angst vor sich selbst, weil sie glauben, sie würden nicht mehr arbeiten, wüssten nichts mit der Zeit anzufangen, verlören jegliche Struktur etc.
Die grössten Gegner dieser Idee sind daher meiner Meinung nach die Arbeits-, Bafög- und Sozialämter, überhaupt alle staatlichen Stellen, wo Anträge für irgendein Geld gestellt werden müssen. Der gesamte Mitarbeiterstab sitzt dann nämlich auf der Strasse.

Mir ist jetzt aber noch ein ganz anderer Aspekt eingefallen: am Ende der Entwicklung – alle Menschen bekommen ein Grundeinkommen der Summe x – steht, dass das Leben auch um die Summe x teurer geworden ist und damit alles wieder von vorne anfängt. Immer mehr „notwendige“ Konsumgüter werden geschaffen, die immer teurer werden. Nachdem Boden schon lange nicht mehr Allgemeingut ist, wird Wasser schleichend privatisiert und irgendwann ist vielleicht Luft dran.
1000 Euro hört sich schon heute nicht mehr viel an. Davon kann man in vielen Fällen gerade mal die Miete zahlen. Als Familie multipliziert sich das dann zwar, aber auch auf der Ausgabenseite.
Auf der anderen Seite ist es auch eine Chance Dinge zu machen, die man sonst vielleicht nicht machen kann.

Das Thema ist insgesamt sehr komplex. Angenommen Teilzeitarbeit wäre überhaupt möglich – in vielen Branchen können sich die Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten überhaupt nicht vorstellen -, wieso ist die dann so schlecht bezahlt, dass man quasi auf so etwas wie das Grundeinkommen angewiesen wäre.

Oder, Diejenigen, die einfach nichts tun wollen und mit dem Grundeinkommen über die Runden kommen können. Die werden ja heutzutage schon in so sinnlose beschäftigungstherapeutische Massnahmen gesteckt.

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