Endlich

Kommentar zum Artikel auf SpiegelOnline Kommentar zum Wärmedämmungsbeschluss: Asozialer Wohnungsbau und Zeit.de Regierung setzt auf Wärmedämmung

Der Klimaschutz in Ehren.
Die grundlegende Frage ist tatsächlich, wem nützt welche Massnahme am meisten, den Herstellern, den Mietern oder der Umwelt? Dadurch, dass die Industrie offenbar bedenkliche (vermutlich kostengünstigere) Substanzen verbauen darf, gehe ich davon aus, dass der wesentlich höhere Gewinn auf Seiten der Hersteller ist.
Der Pakt zwischen Lobbyisten und Regierungen wird offenbar: die Wirtschaft in den Bereichen wird angekurbelt, Arbeitsplätze geschaffen – wenn auch teilweise die Produktionen nicht mehr in Deutschland und die Baukolonnen aus Osteuropa sind. Immer wird mit Energie, Wirtschaft und Arbeitsplätzen argumentiert. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Jeder kennt die Geschichte von der Energiesparlampe. Spart zwar Strom, aber…Entsorgung? Sondermüll! Farbspektrum? Gesundheitsgefährdend!

Wo ist da die Gesamtbilanz? Die fehlt genauso bei Energiesparmassnahmen im Hausbau. Was ist der Aufwand eines Produkts in der Herstellung (Energie, Transport, Einbau etc.), welche Lebensdauer hat es und wie wird man es wieder los. Interessiert keinen. Immer schnellschnell etwas beschliessen.

Erstmal 30 cm Dämmung drauf. Oh, die Fenster sind auch nicht mehr so gut drauf. Egal. Werden sie halt auch ausgetauscht. Wer will schon mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung zu tun haben, aber die benötigt man dann auch. Ach, kann man in das Gebäude gar nicht mehr einbauen, weil es keine entsprechenden Schächte gibt. Pech gehabt. Gibt’s halt Schimmel.

Dafür gibt es unabhängige Energieberater oder Bauphysiker, die leider meistens aus Kostengründen übergangen werden. Die können die energetische Ausgangsposition eines Gebäudes, die möglichen Massnahmen und die Ziele beurteilen. Nur werden die niemandem garantieren, welche Massnahme, wieviel Energie, sprich Geld, spart.

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